Verein

Die Freiwillige Feuerwehr Fichtelberg e.V. ist als gemeinnützige Körperschaft dem Zweck verpflichtet, die aktive Mannschaft bestmöglichst, u.a. durch finanzielle Beiträge, Werbung oder aber Stellen von Einsatzkräften zu unterstützen. Seit mehr als 140 Jahren dient der Verein mit seinen derzeit 188 Mitgliedern der Ausstattung der aktiven Mannschaft und damit dem Schutz der Bürger!
 

Die Vorstandschaft besteht derzeit aus folgenden Mitgliedern:

1. Vorstand:
 
Christian Schöler
Nagler Weg 4a
95686 Fichtelberg

+49 (0)171 1953954

 
 
 
 
 
Stellvertrende Vorsitzende:

Thomas Müllinger

Michael Reichenberger

 
 
Kassier:

Wolfgang Schmidt

 
 
Schriftführer:

Andreas Pöllmann

 
1. Vorstand:
 
Christian Schöler
Nagler Weg 4a
95686 Fichtelberg

+49 (0)171 1953954

 
 
 
 
 
Stellvertrende Vorsitzende:

Thomas Müllinger

Michael Reichenberger

 
 
Kassier:

Wolfgang Schmidt

 
 
Schriftführer:

Andreas Pöllmann

 

VEREINSGESCHICHTE

Auf allerhöchsten Befehl der Königlichen Regierung des Obermainkreises waren im Jahre 1834 in jeder Gemeinde Feuerlösch-Rotten zu bilden. Am 21.12.1834 beschloss die Gemeinde unter dem Bürgermeister Hauptmann, in den Gemeindeteilen Fichtelberg und Neubau diese Feuerlösch-Rotten einzuführen. Die Rotte Fichtelberg führte der Rottmeister Georg Jungnickl, Wagner zu Fichtelberg, die Rotte Neubau Georg Wirth, Müller zu Neubau. Es wurde vereinbart, dass sich beide Rottmeister bei einem ausbrechenden Brand im Orte selbst oder in der Nähe sogleich mit einigen Nachbarn und Löschhelfern zu dem bestehenden Feuerhäusl begeben, die Feuerleitern, Feuerhaken und andere Löschrequisiten an den Brandort bringen und das Löschen leiten sollten. Im übrigen hatten, so hieß es im Gemeindebeschluss, alle Feuerlöschrotten-Mitglieder augenblicklich mit ihren Feuereimern so schnell als möglich dem Feuer zuzueilen und die gegebenen Befehle der Rottmeister pünktlich zu befolgen. Dieser Beschluss der damaligen Gemeinde Neubau war der Beginn eines geordneten Feuerlöschwesens in unseren Bergwerksdörfern. Von einer fachgerechten Brandbekämpfung konnte in jener Zeit der „Feuerlöscheimer“, „Feuerhaken“ und einfachen „Feuerleitern“ nicht die Rede sein. Daher wahren Großbrände, die zumeist mehrere Anwesen mit Nebengebäuden, nicht selten ganze Ortsteile bzw. ganze Dörfer zerstörten, an der Tagesordnung. Der Markt Waldeck musste nach einem vernichtenden Brand 1794 an einem anderen Platz wieder aufgebaut werden. Kulmain verlor 1834 durch einen Brand 40 Wohnhäuser mit allen Nebengebäuden, Pfarrkirche und Schulhaus. In Bischofsgrün brach am 19.9.1887 ein Feuer aus, das 40 Häuser mit Nebengebäuden in Schutt und Asche legte und 415 Einwohner obdachlos machte.

Ein wesentlicher Fortschritt im Feuerlöschwesen erfolgte durch die Gründung der „Freiwilligen Feuerwehrkorps“ nach dem Deutsch-französischen Krieg 1870/71. Wenn auch nach wie vor jedermann im Dorfe zur Mithilfe bei der Bekämpfung verpflichtet war, so stellten sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren in den besonderen Dienst des Feuerschutzes, leisteten finanzielle Beiträge und schulten sich im Feuerlöschwesen durch regelmäßige Übungen.Eine solche „Freiwillige Feuerwehr“ wurde nun in Fichtelberg im Jahre 1877 auf Anregung des damaligen Ortspfarrers J. C. Oberndorfer gegründet. Anlass dazu war ein Großbrand während der Erntezeit. Der erste Feuerwehrvorstand war J. G. Oberndorfer selbst, der erste Kommandant der damalige Glashüttenbesitzer Johann Lindner von Fichtelberg. Alsbald nach ihrer Gründung besaß die Wehr eine Spritze mit Handbetrieb, genügend Schläuche und Leitern. 1888 gab die Gemeinde eine finanzielle Unterstützung zur Beschaffung von Blusen. Die öffentlichen Übungen mit allen Geräten fanden das Interesse der Einwohner und besonders der Jugend. Auch bei vielen Festlichkeiten trat die Wehr in Erscheinung, natürlich in Uniform mit Helm. Die Jubiläen wurden gefeiert, so am 17. 8. 1902 das 25jährige Gründungsfest, im Juni 1952 das 75jährige und 1958 das 80jährige. Das letztere war verbunden mit der Weihe einer neuen Fahne, die Glashüttenbesitzer Josef Fischer, der Schirmherr des Festes, gestiftet hatte.

In den Jahren 1930 und 1955 war die Fichtelberger Wehr beauftragt, einen „Feuerwehrtag“ zu organisieren. Im Jahre 1957 zählte die Wehr 180 Mitglieder und besaß neben der Motorspritze (seit 1931) modernste Düsenstrahlrohre, Atemschutzgeräte und gut ausgebildete Löschgruppen. Im Jahr darauf erfolgte die Anschaffung eines Löschfahrzeugs mit voller Ausrüstung.

Die Gemeinde war sich der Bedeutung der Feuerwehren allzeit bewusst und unterstützte sie nach Kräften. 1963 baute die Fichtelberger Wehr ein Gerätehaus mit Lehrsaal, das auf rund DM 100 000,- zu stehen kam, wobei die Gemeinde mit DM 45 000,- beteiligt war. Alle aktiven und passiven Mitglieder arbeiteten freiwillig mit oder brachten Bauleistungen ein.

Heute gilt die Freiwillige Feuerwehr Fichtelberg als eine der modernst ausgerüsteten Wehren des Landkreises Bayreuth. Seit 1958 ist sie Stützpunkt-Feuerwehr und hat sich bei den vielen Bränden nach 1954 hervorragend bewährt.

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